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Foto: Bernd Borchardt, Architektur: Kaden & Lager

Weiterbildungsreihe Holzbau kompakt

Seit 2011 findet jährlich im Herbst die Veranstaltungsreihe "Holzbau kompakt" statt. Architekten, Bauingenieure und Studenten erhalten an vier Veranstaltungstagen einen Einblick in verschiedene Themen rund um das Thema Holzbau.

Die Veranstaltungen werden als von der Zimmerer-Innung mit je 50 3*-Meisterhaft-Punkten sowie von der Bayerischen Ingenieurekammer Bau mit jeweils 2,5 Zeiteinheiten als Fortbildungen anerkannt. Rund 1.500 Teilnehmer haben sich bislang qualifiziert.

 

Am 4. November startet die Reihe Holzbau Kompakt 2019:

 

 

 

Programm Herbst 2019

  • Fortschritte und neue Problemstellungen bei der Aussteifung höherer Gebäude aus Brettsperrholz (Teil 1), Mo. 4.11., 18.00 Uhr
  • Aussteifende Deckentafeln ohne rechnerischen Nachweis (Teil 2), Mo. 4.11., 18.00 Uhr
  • SKAIO Heilbronn – Das Erste Holz-Hochhaus Deutschlands / Bautechnische Herausforderungen aus Sicht der Ausführung, Mo. 11.11., 18.00 Uhr
  • Praxishandbuch – Schallschutz im Holzbau. Grundlagen und Vorbemessung Informationsdienst Holz, Mo. 18.11., 18.00 Uhr
  • Alles gut dicht? Vom Konzept zum Teufel im Detail, Mo. 25.11., 18.00 Uhr

 

Teilnahmegebühr: je 50 €, alle Veranstaltungen: 150 €

 

Veranstaltungsort: Hochschule Augsburg

An der Hochschule 1, 86150 Augsburg (Gebäude G, Hörsaal G1.10)

 

Programmflyer

Anmeldung:

Ich werde an folgenden Veranstaltungen teilnehmen: 

Teilnahmegebühr: je 50 €, alle Veranstaltungen: 150 €
Wollen Sie weitere Informationen zum Netzwerk Holzbau
oder zum Thema Bauen mit Holz?

Fortschritte und neue Problemstellungen bei der Aussteifung höherer Gebäude aus Brettsperrholz, 4.11.2019

Von Teilen der Politik wurde angekündigt, bestehende Brandschutz-anforderungen zu überprüfen, was sehr wahrscheinlich zu höheren Gebäuden in Brettsperrholz-Bauweise führen wird. Höhenzuwachs bedeutet jedoch überproportionaler Anstieg der Lasten aus Wind und Erdbeben auf die Aussteifungskonstruktion. In diesem Beitrag werden für diesen Zweck entwickelte Verbindungsmittel und deren Bemessung vorgestellt. Aus der konstruktiven Durchbildung höherer Gebäude ergeben sich neue Problemstellungen, die anhand aktueller Forschungsergebnisse dargestellt werden.

Zum Referenten: 

Prof. Dr.-Ing. Tobias Schmidt ist gelernter Zimmerermeister und studierte an der Hochschule Karlsruhe Bauingenieurwesen und promovierte im Ingenieurholzbau am Lehrstuhl für Holzbau und Baukonstruktion des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Bevor er zum Professor für Holzbau und Baustatik an der Hochschule Augsburg berufen wurde, arbeitete er als Bauingenieur in Ingenieurbüros in Deutschland und der Schweiz.

Aussteifende Deckentafeln ohne rechnerischen Nachweis, 4.11.2019

Mit Hilfe des erweiterten Schubfeldträger-Modells ist es erstmals möglich, Deckentafeln zu bemessen. Durch umfangreiche Parameterstudien konnten Randbedingungen abgeleitet werden, duch die auf einen rechnerischen Nachweis verzichtet werden kann (vgl. INFORMATIONSDIENST HOLZ: Holzbau Statik Aktuell - Folge 03). Erläutert wird das Schubfeldträger-Modell, die Parameterstudien beschrieben und die Ergebnisse vorgestellt.

Zum Referenten: 

Prof. Dr. Francois Colling, Hochschule Augsburg, Fakultät für Architektur und Bauwesen forscht und lehrt schwerpunktmäßig zu Holzbau und Baustatik. Er ist Leiter der Prüf-, Überwachungs- und Zertifizierungsstelle (PÜZ) für Holzbau, von der IHK Schwaben ö.b.u.v. Sachverständiger für Holzbau sowie Autor von Fachbüchern und Bemessungssoftware.

SKAIO Heilbronn – Das Erste Holz-Hochhaus Deutschlands / Bautechnische Herausforderungen aus Sicht der Ausführung, 11.11.2018

Mit dem SKAIO auf dem Bundesgartenschaugelände 2019 in Heilbronn ist im Eingangsbereich als 10-geschossiges Gebäude das erste Holzhaus über der Hochhausgrenze in Deutschland im April 2019 fertig geworden. Züblin war Auftragnehmer für die schlüsselfertige Errichtung ab Oberkante Kellerdecke. Die Herausforderung im Bau lag beim SKAIO im Umgang mit Toleranzen sowie Bau-/Montageabläufen aufgrund der gewählten Konstruktion einer Kombination von Stahlbetonkern, Stahlbau und Holzbau mit einem hohem Zeitdruck für die Fertigstellung. Neben den Aspekten der Bauausführung werden Rahmenbedin-gungen, Anforderungen und Erfahrungen aus der Entscheidungsfindung des Bauherren und der Planung beleuchtet und vorgestellt. Darüber hinaus erfolgt eine Verknüpfung der Erkenntnisse aus und für andere Projekte.

Zum Referenten: 

Dipl.-Ing. (FH) Anders Übelhack studierte Holzbau und Ausbau an der Hochschule Rosenheim. Nach dem Studium im Jahr 2000 arbeitete er bei dem renommierten Holzbauunternehmen Merk in Aichach als Mitarbeiter im technischen Büro und der Kalkulation sowie später als Projektleiter. Danach war er als Produktmanager für das Brettsperrholz Leno verantwortlich. 2006 wechselte er in den Vertrieb. Seit der Übernahme von Merk durch Züblin im Jahr 2013 arbeitet er verstärkt an schlüsselfertigen Großprojekten in Holz und leitet die Akquisition bei Züblin Timber.

Praxishandbuch – Schallschutz im Holzbau. Grundlagen und Vorbemessung Informationsdienst Holz, 18.11.2019

Der Vortrag stellt die wichtigsten Maßnahmen zur Trittschallverbesserung von Holzdecken, auch in Verknüpfung von Brand-, Schallschutz und Tragwerksplanung, vor.

Wie im letztjährigen Vortrag im Rahmen von Holzbau Kompakt 2018 dargelegt wurde, ist die Erhöhung der Masse von Holzbauteilen allein nicht erfolgbringend, sondern eher deren Verteilung. Gleiches gilt für den Einsatz von Unterdecken als trittschallverbessender Maßnahme.

In Anknüpfung zum Vortrag aus dem letzten Jahr sollen die ersten Baumessungen zu optimierten Abhängesystemen für Unterdecken vorgestellt werden, welche letztes Jahr aus der Labormessung vorgestellt wurden. Außerdem wird die neue Schrift des Informationsdienstes Holz zum Schallschutz vorgestellt.  Dabei wird Wert auf die Vorstellung der Anforderungsklassen gelegt. 

 

Zum Referenten: 

Adrian Blödt studierte Wirtschaftingieurwesen in Weiden in der Oberpfalz und absolvierte den Master in Bauphysik an der Universität Stuttgart. Er ist Referent für die Schallschutzausbildung der Sachverständigen beim Landesverband der Bayerischen Zimmererinnung und Dozent an der Hochschule Augsburg, Fachhochschule Nordwest Schweiz, und der OTH Regensburg. Er führt außerdem ein Ingenieurbüro für Bauphysik mit Schwerpunkt Schall- und Feuchteschutz und ein Holzbauunternehmen.

 

 

Alles gut dicht? Vom Konzept zum Teufel im Detail, 25.11.2019

Jedes Bausystem braucht ein maßgeschneidertes Konzept für die Luftdichtung. Ob dies dauerhaft funktioniert, hängt entscheidend von der Detailplanung ab.

Auf Basis seiner langjährigen Arbeit in Normenausschüssen und Fachregelkommissionen zur Gebäudehülle und seiner Erfahrungen aus vielen Vor-Ort-Prüfungen untersucht der Referent, die Eignung der Dichtungsmethoden.

Eine lückenlose Luftdichtheitsebene zu schaffen, ist bei der Bestandssanierung eine besondere Herausforderung. Der Anschluss an Massivbauteile und die Einbindung von Holzbalkendecken erfordern oft kreative Lösungen seitens der Planer und der Zimmerer.  

 

Zum Referenten: 

Robert Borsch-Laaks studierte bis 1979 Physik sowie Sozial- und Erziehungswissenschaften für das Lehramt an berufsbildenden Schulen. 1981: Mitbegründer des Forschungs- und Weiterbildungsinstituts „Energie- und Umweltzentrum am Deister“, e.u.[z.], in Springe sowie der dortigen Ingenieurgemeinschaft Bau+Energie. Ab 1992: Freiberuflicher Sachverständiger für Bauphysik in Aachen. Ab 2013: Weiterhin tätig als Fachautor und Dozent in der beruflichen Weiterbildung.

Veranstaltungsarchiv

Eine Übersicht aller Veranstaltungen des Netzwerks Holzbau aus den vergangenen Jahren finden Sie in unserem Archiv.

 

 

Impressionen von Holzbau kompakt