Vom Baum zum Bau – Bauen mit Holz in Bayerisch-Schwaben

Eine informative Ausstellung rund um das Thema Holzbau für private und kommunale Bauherren, Architekten und Planer fand statt

 

vom 09.09.2019 - 11.10.2019
im Landratsamt Donau-Ries, Pflegstrasse 2, 86609 Donauwörth

 

 

Programm der Ausstellungseröffnung - am 09.09.2019 ab 16:30 Uhr

Begrüßung
Landrat Stefan Rößle

Aktiver Klimaschutz durch Bauen mit Holz
Erwin Taglieber, Taglieber Holzbau GmbH

Führung durch die Ausstellung
Frank Lattke, lattkearchitekten

Impressionen der Veranstaltung

Fotos: Regio Augsburg Wirtschaft GmbH

Ausstellung "Bauen mit Holz in Bayerisch-Schwaben"

Die Ausstellung Bauen mit Holz präsentiert hervorragende Beispiele für Holzbauten aus ganz Schwaben - über 100 gebaute Beispiele im Portrait sorgen für Inspiration zu verschiedensten Bauvorhaben vom Einfamilienhaus über Gewerbeimmobilien bis hin zu Kindergärten, Schulen und Rathäusern.

 

Mit vielen wissenswerten Details informiert die Ausstellung auch über die Möglichkeiten der energetischen Sanierung mit Holz durch vorgefertigte Fassadenelemente und über Pflege und Behandlung von Holzoberflächen an Gebäuden.

 

Warum Bauen mit Holz für die Region ein so interessantes Thema ist? Rund ein Drittel des Regierungsbezirks Schwaben ist mit Wald bedeckt. Die hiesigen Wälder gehören zu den vorratsreichsten und umsatzstärksten Wäldern Mitteleuropas. Jedes Jahr kommen weitere 750.000 Festmeter hinzu - ein riesiges Nutzungspotenzial für Bauvorhaben, das kontinuierlich nachwächst!

 

Der Wald und regionale Unternehmen im Fokus

 

Dementsprechend richtet sich im Rahmen der Ausstellung ein erster Blick auf die Wälder der Region. Als Hauptlieferanten des nachwachsenden und CO2-neutralen Rohstoffs Holz stehen sie am Anfang der Wertschöpfungskette und leisten durch die Bindung von Kohlendioxid einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Nicht nur in dieser Hinsicht, sondern auch durch die ökonomische Bedeutung des Waldes und den damit verbundenen Arbeitsplätzen kommt ihm eine zukunftsweisende Rolle als regionalem Wirtschaftsfaktor zu.

 

Die Adaption technologischer Neuerungen wie auch eine kontinuierliche Verbesserung und Weiterentwicklung der Produktionsweisen begründeten den Erfolg etlicher schwäbischer Unternehmen der Holz verarbeitenden Industrie. Einige erlangten sogar internationales Renommé. Auch ihnen bietet das Architekturmuseum Schwaben ein adäquates Präsentationsforum.

 

Neue Einsatzmöglichkeiten für den Baustoff Holz

 

Dass der kostengünstige und wärmedämmende Baustoff Holz vielfältige Einsatzmöglichkeiten zulässt, war für etliche Architekten der Region Ausgangspunkt, das Spektrum der in Holzbauweise ausgeführten Bauten erheblich zu erweitern. So steht heute nicht mehr nur das klassische Einfamilienhaus im Fokus der Bauaufgaben, sondern auch, wie an herausragenden Beispielen ersichtlich wird, der Geschosswohnungs-, der Industrie- und der Sakralbau. Gleichermaßen finden vorgefertigte Holzfassaden im Zuge von Sanierungsmaßnahmen Verwendung. Innovative Projekte haben Hybridbauten im Visier, d.h. Bauweisen, die Holz mit Baustoffen wie Beton, Stahl oder Glas kombinieren.

 

Im letzten und einem bislang vernachlässigten Kapitel widmet sich die Ausstellung der farbigen Gestaltung von Holzbauten. Während "sägerau und unbehandelt" nach wie vor als Losung der Vertreter einer puristischen Holzfassadenkultur steht, schreckt sie so manchen potentiellen Käufer vom Erwerb eines mit Holz oder Schindeln verkleideten Hauses ab. Der Unbill von Wind und Wetter ausgesetzt, zeigt sich die Fassade nach wenigen Jahren, zumindest an der Westseite, in einem verwitterten Grau, das von manchen goutiert wird, bei anderen aber Missfallen erregt. Zur Option steht nun ein Farbanstrich, der die Authentizität des Baumaterials wahrt, Dauerhaftigkeit gewährleistet und den Holzfassaden eine besondere Ästhetik vermittelt.

Mit freundlicher Unterstützung von