Exkursion zu Deutschlands größter Holzbausiedlung Prinz-Eugen-Park in München am 12.07.2019

In München wächst derzeit Deutschlands größte Holzbausiedlung. Mit der ökologischen Mustersiedlung im Prinz-Eugen-Park will die Stadt München neue Maßstäbe in Sachen Klimaschutz und nachhaltiger Stadtentwicklung setzen. In acht individuellen Holzbauprojekten entstehen in unterschiedlichen Gebäudetypen vom Atriumhaus bis zum Siebengeschosser rund 570 Wohnungen. Das Quartier soll Vorbildcharakter für ganz München haben – für Augsburg auch?

 

Mit ihren ambitionierten Zielen und in der geplanten Größe ist die Mustersiedlung bislang ein europaweiter einmaliger Vorreiter für nachhaltiges Bauen und ressourcenschonende Quartiersentwicklung. Um das zu ermöglichen, ist man in München ungewöhnliche Wege gegangen. Zum Beispiel wurden die Baugrundstücke in Konzeptausschreibungen vergeben, die nicht nur den Preis, sondern auch die Qualität des Konzepts berücksichtigen. Für die Mustersiedlung wurde für die Vergabeentscheidung das ökologische Kriterium „Einsatz nachwachsender Rohstoffe“ eingeführt. und zusätzlich mit einem eigenen Förderprogramm von der Stadt München gefördert. 

 

Showroom für vielfältige Holzbauvarianten

Die Mustersiedlung wird von privaten Baugemeinschaften, Baugenossenschaften sowie von den städtischen Wohnungsbaugesellschaften GEWOFAG und GWG realisiert. Auf engem Raum finden sich daher Reihenhäuser und selbstgenutzte Eigentumswohnungen direkt neben mehrgeschossigen Wohnanlagen mit geförderten und frei finanzierten Mietwohnungen. Wer sich einen schnellen Überblick über die aktuellen technischen Möglichkeiten des Holzbaus in den diversen Variationen und Geschosshöhen verschaffen will, der findet mit einem Spaziergang durch die Mustersiedlung einen vielseitigen Showroom - zum Beispiel für die verschiedenen konstruktiven Möglichkeiten des Holzbaus.

 

Neben massiven Brettsperrholzkonstruktionen wurden unterschiedliche Typen von Hybridbauweisen realisiert. Die mehrgeschossigen Wohnhäuser sind teilweise in Stahlbetonskelettbauweise mit Holzfassaden ausgeführt, oder die Fahrstuhlschächte und Treppenhäuser sind aus Brandschutzgründen aus Beton, während der Rest des Gebäudes aus Holz besteht. Je nach Gebäudetyp wurden so zwischen 100 und 280 kg nachwachsende Rohstoffe pro Quadratmeter verbaut.

 

 

Mitte 2019 werden die ersten Bauwerke fertiggestellt sein, bis 2020 soll die gesamte Mustersiedlung fertig sein. Derzeit sind im Bau noch viele konstruktive Elemente sichtbar, die im Rahmen der Exkursion vorgestellt werden. Im Rahmen der Exkursion haben Sie Gelegenheit zum Austausch mit Stadtplanung, Architekten und umsetzenden Holzbauunternehmen zu den technischen und wirtschaftlichen Herausforderungen der verschiedenen Projekte.

 

 

Die Exkursion ist ausgebucht. Anmeldungen können leider nicht mehr entgegengenommen werden. Vielen Dank für Ihr Verständnis!

 

Programm

Foto: dressler mayerhofer rössler architekten

13.00    

Abfahrt zur Exkursion ab Plärrer, Augsburg

14.00  

Ankunft Prinz-Eugen-Park

 

Führung durch die ökologische Mustersiedlung im Prinz-Eugen-Park mit Vorträgen


Ein neues Stadtquartier als ökologische Mustersiedlung verwirklichen: Erfahrungen und Empfehlungen aus dem Prinz-Eugen-Park von der ersten Idee bis zur Realisierung
Wolf Opitsch, Regierungsbaumeister, ehem. Referat für Stadtplanung und Bauordnung der Landeshauptstadt München

 

Hochverdichteter Wohnungsbau in Holzbauweise
Frank Dressler, Dipl.-Ing. Architekt und Stadtplaner, dressler mayerhofer rössler architekten und stadtplaner gmbh

 

Sozialer Wohnungsbau in siebengeschossiger Holzhybridbauweise für die GWG München
Stephan Schütze, Dipl. Ing. (TU) Architekt, Fachingenieur Holzbau, müllerblaustein Bauwerke GmbH

 

Der Prinz-Eugen-Park aus Sicht des ausführenden Holzbauers

Dipl.-Ing. Alexander Gumpp, Geschäftsführer Gumpp & Maier GmbH

 

17.00  

Bustransfer zurück nach Augsburg

18.00  

Ende der Veranstaltung/Ankunft in Augsburg


>> zum Programmflyer

Impressionen der Veranstaltung

Fotos: Regio Augsburg Wirtschaft GmbH