Ausstellung "Bauen mit Holz in Bayerisch-Schwaben"

Der Wald und regionale Unternehmen im Fokus

Dementsprechend richtet sich im Rahmen der Ausstellung ein erster Blick auf die Wälder der Region. Als Hauptlieferanten des nachwachsenden und CO2-neutralen Rohstoffs Holz stehen sie am Anfang der Wertschöpfungskette und leisten durch die Bindung von Kohlendioxid einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Nicht nur in dieser Hinsicht, sondern auch durch die ökonomische Bedeutung des Waldes und den damit verbundenen Arbeitsplätzen kommt ihm eine zukunftsweisende Rolle als regionalem Wirtschaftsfaktor zu.

 

Die Adaption technologischer Neuerungen wie auch eine kontinuierliche Verbesserung und Weiterentwicklung der Produktionsweisen begründeten den Erfolg etlicher schwäbischer Unternehmen der Holz verarbeitenden Industrie. Einige erlangten sogar internationales Renommé. Auch ihnen bietet das Architekturmuseum Schwaben ein adäquates Präsentationsforum.

 

Neue Einsatzmöglichkeiten für den Baustoff Holz

Dass der kostengünstige und wärmedämmende Baustoff Holz vielfältige Einsatzmöglichkeiten zulässt, war für etliche Architekten der Region Ausgangspunkt, das Spektrum der in Holzbauweise ausgeführten Bauten erheblich zu erweitern. So steht heute nicht mehr nur das klassische Einfamilienhaus im Fokus der Bauaufgaben, sondern auch, wie an herausragenden Beispielen ersichtlich wird, der Geschosswohnungs-, der Industrie- und der Sakralbau. Gleichermaßen finden vorgefertigte Holzfassaden im Zuge von Sanierungsmaßnahmen Verwendung. Innovative Projekte haben Hybridbauten im Visier, d.h. Bauweisen, die Holz mit Baustoffen wie Beton, Stahl oder Glas kombinieren.

 

Im letzten und einem bislang vernachlässigten Kapitel widmet sich die Ausstellung der farbigen Gestaltung von Holzbauten. Während "sägerau und unbehandelt" nach wie vor als Losung der Vertreter einer puristischen Holzfassadenkultur steht, schreckt sie so manchen potentiellen Käufer vom Erwerb eines mit Holz oder Schindeln verkleideten Hauses ab. Der Unbill von Wind und Wetter ausgesetzt, zeigt sich die Fassade nach wenigen Jahren, zumindest an der Westseite, in einem verwitterten Grau, das von manchen goutiert wird, bei anderen aber Missfallen erregt. Zur Option steht nun ein Farbanstrich, der die Authentizität des Baumaterials wahrt, Dauerhaftigkeit gewährleistet und den Holzfassaden eine besondere Ästhetik vermittelt.

 

Schauholz als Teil der Ausstellung

Während das "schauholz" eine Auswahl international bekannter Projekte zur Darstellung bringt, konzentriert sich die Ausstellung in den Räumen des Architekturmuseums auf die Region Bayerisch-Schwaben. Hier, in einer der waldreichsten Gegenden Deutschlands, nimmt der Baustoff Holz bereits heute einen immensen Stellenwert ein und wird zunehmend an Bedeutung gewinnen: für die heimische Wald- und Forstwirtschaft, für Holz verarbeitende Unternehmen, für Architekten und Ingenieure und Bauherren.

 

>> Die Ausstellung zu Gast im Architekturmuseum Schwaben

 

>> Die Ausstellung zu Gast in der Alten Schranne Nördlingen

Informationsmappe zur Ausstellung

Informationsmappe zur Wanderausstellung Bauen mit Holz in Bayerisch-Schwaben  (Größe: 14 MB)

Organisation und Konzeption

mit Unterstützung von