Holzbau ist Klimaschutz

Jeder verbaute Kubikmeter Holz leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zu einer Wertschöpfungskette der kurzen Wege. Für eine Tonne Holz speichert ein Baum rund 1,9 t CO2. Wird das Holz verbaut, bleibt das CO2 in Form von Kohlenstoff gebunden. Der Wald fungiert folglich als CO2-Senker. Er bindet mehr CO2 aus der Luft als er abgibt. Jedoch wirkt die Speicherfunktion von Holz erst bei der Nutzung. Jeder genutzte Stamm schafft Platz für neue Bäume und vermehrt somit den CO2-Speicher durch Holz. Mit Hilfe der Substitution von z.B. fossilen Energieträgern oder energieaufwendig produzierten Stoffen durch Holz tritt ein weiterer Einspareffekt durch vermiedene CO2-Emissionen ein. Bevor Holz verheizt wird, sollte es zunächst jedoch besser stofflich verwertet und erst am Ende seines Lebenszyklus verbrannt werden. So ist der CO2-Einspareffekt am größten.

Die kurzen Bezugswege, das geringe Gewicht und die energetisch wenig aufwendige Verarbeitung sorgen insgesamt für einen geringen Energieaufwand. So benötigt die Herstellung von Stahlbeton fast viermal so viel Primärenergie wie die Produktion vergleichbarer Holzelemente.

Wieso ist ein Holzbau gesund und nachhaltig - nicht nur für die Bewohner?

Die Holzforschung der TU München hat eine Broschüre fertig gestellt. Diese liefert in einfachen, klaren Worten und Grafiken Argumente, warum Holz als Baumaterial für moderne Architektur besonders geeignet ist. Sie richtet sich an Bauherren, Planer und Architekten sowie an Entscheidungsträger der Baubehörden. Sie zeigt, wie die klimafreundlichen Vorteile des Einsatzes von Holz im Bauwesen genutzt werden können und wo diese wirken. Sie dient als Argumentations- und Entscheidungshilfe vor und während des Planungsprozesses. Die Broschüre kann hier heruntergeladen oder beim Cluster Forst & Holz bestellt werden.

Holz bewegt unser Klima und warum es eine gute Idee ist ein Holzhaus zu bauen

Nachhaltigkeit und Klimaschutz entwickeln sich zu Schlüsselkriterien für ein zukunftsfähiges Wirtschaften. Das hat der G7 Gipfel im Juni 2015 auf Schloss Elmau und das dortige Bekenntnis der westlichen Industriestaaten zum Klimaschutz, angesichts der weltweit hohen Emission von Kohlendioxid (CO2), einmal mehr bewiesen. Mit Blick auf die angestrebten Klimaschutzziele spielt Holz in mehrfacher Hinsicht eine wesentliche Rolle: als nachwachsende Rohstoffquelle, wirksamer Kohlenstoffspeicher und als wiederverwertbarer und energieeffizienter Bau- und Werkstoff. Die Klimaschutzwoche von 17. bis 26. Juli 2015 ist daher für die gesamt Wertschöpfungskette Wald-Forst-Holz eine gute Gelegenheit, eine wichtige Botschaft zu verbreiten: nachhaltige Forstwirtschaft, die Nutzung sowie das Bauen und Heizen mit Holz sind aktiver Klimaschutz.

Interview mit Dr.Daniel Klein, einem Mitarbeiter der Bayerischen Landesanstalt für Wald- und Forstwirtschaft über die Kohlenstoffbilanz der bayerischen Forst- und Holzwirtschaft hier 

Pressemitteilung von proHolz Bayern zur Klimaschutzwoche hier 

Bauen mit Holz ist zukunftswirksam

Der Wald ist Lebensraum, stabiler Ökosystem und nachwachsende Rohstoffquelle
Der Wald und das Holz sind Kohlenstoffspeicher
Holzbau ist aktiver Klimaschutz
Modernisieren mit Holz stellt eine zweite Chance für den Klimaschutz dar